Naturgarten

Das Grundstück ist verkauft, die Bilder lasse ich im Netz stehen, um zu zeigen wie ich mir einen Garten vorstelle.

 

Ich habe meinen Garten als Naturgarten gestaltet bzw. belassen. Mein Garten nutze ich zur Erholung und nicht zum arbeiten. Ich arbeiten täglich ca. 11 Std., das reicht mir.

Als Nuturfreund ist es mir wichtiger, daß sich Pflanzen und Tiere an meinem Garten erfreuen und nicht die Nachbarn oder irgendwelche Passanten denen mein Vorgarten nicht gefällt. In einem meiner Gartenbücher steht: Der Wert eines Gartens wird bestimmt von der Anzahl der Tierarten die sich davon ernähren können

 

 

 


 

Meinen Vorgarten lasse ich mit den vorhandenen Sträu-chern wie Flieder, Goldregen, Jasmin, Heckenkirsche, Haselnuß, Pfaffenhütchen, Liguster, Rosenbüschen und Rhododendren, bis auf wenige Durchgänge zu wachsen. Dieser dichte Bewuchs dient als Lärmschutz, als Sichtschutz, als Luftfilter, als Versteck und Brutplatz für hier lebende Tiere.

Im Frühling blühen die Sträucher in verschiedenen Etappen. Unter den Sträuchern blühen im Halbschatten Frühjahrsblüher, im Herbst wilde Alpenveilchen. Auch die verwilderten Rosen blühen im Sommer. Seitlich ist mein Garten von Heckenrosen begrenzt, im Sommer freuen sich die zahlreichen Insekten an den Blüten, im Herbst und Winter die Vögel und die Nachbarn an den saftigen Hagebutten. Nach hinten ist mein Garten von einem großen Totholzhaufen begrenzt. In ihm leben zahlreiche Insekten, brüten Vögel, überwintern und nisten Igel. Er wird von Hopfen bedeckt.

Dieser Hopfen wächst auch mehrere Meter in einen alten Weizenbirnbaum hinein.

In meinem Garten stehen mehrere ca. 80-jährige Obst-bäume. Einige sind inzwischen abgestorben und hohl. Sie dienen z.B. als Bruthöhle für Gartenrotschwänzchen. Mehrere dieser alten Bäume sind verkahlt und haben nur noch wenige Äste, diese werden durch Schlingpflanzen ersetzt. In einem Birnbaum wächst eine Lonicera (Je-länger-je-lieber, Geisblatt) hinein und bildet eine neue Krone die vom Frühsommer ab bis zum Herbst blüht und rot Beeren bringt, worüber sich vor allem die Grasmücken freuen. An einen übriggebliebenen Ast hängt ein Vogelhaus in dem jährlich ein bis zweimal Blaumeisen brüten. Sie finden in der Lonicera, dicht daneben im Hopfen oder im Totholzhaufen viele Insekten für den Nachwuchs.

Die noch intakten Bäume dienen als Schattenspender und Nistplatz. Die Äpfel, Birnen und Pflaumen sind im Herbst willkommene Nahrung für Schmetterlinge, und für Vögel den ganzen Winter über. Im Frühjahr ist das Fallobst aufgefressen. Im vorigen Winter kamen auch große Saatkrähen um Äpfel zu essen.

In die unteren Ästen hänge ich im Sommer meine Orchideen. Im Halbschatten der Bäume, regelmäßig mit Regenwasser aus der Tonne besprüht, blühen sie jedes Jahr.

Ist es im Sommer 30°, liege ich auch gern im Schatten dieser alten Obstbäume.

Leben ist nicht möglich ohne Wasser, so habe ich auch in meinem Garten Wasserflächen angelegt. Mein Teich hat eine Größe von ca. 9x7m und ca. 25 qm Inhalt. In den Teich münden zwei künstlich angelegte Bäche. Hier leben verschiedene Fische (Modderlieschen, Elritzen, Sonnen-barsche, Bitterlinge, Goldfische, Stichlinge), 1 Paar Grasfrösche (sie Überwintern im Teich), ein kl. Teichfroschmann , im Frühjahr 20-30 Erdkröten, Teichmolche, Libellenlarven und vieles andere Getier. Alle diese vermehren sich auch im Teich, nur der Teichfrosch ist noch ledig. Regelmäßig kommt auch ein Wildentenpaar zu besuch, 2002 haben sie unter einen Busch am Teich gebrütet. Als die ersten Küken geschlüpft sind kamen Marder und haben sie gefressen, in den Büschen lagen nur noch ein paar Daunen und ein Ei. Im Sommer wimmelt es um und auf dem Teich auch von Insekten z.B. ca. 10 verschiedene Libellenarten, wovon viele im Teich ihre Eier ablegen. Hin und wider sieht man dann auch eine Libelle aus der Larve schlüpfen. Natürlich habe ich keinen englischen Rasen sondern eine Blumenwiese. Sie wird im Sommer nach der Margerittenblüte und bei Bedarf im Spätherbst gemäht. Das Heu wird im Schuppen eingelagert, der Nachbar verfüttert es im Winter an Kaninchen und Meerschweine. Durch die Wiese führen zwei Wege, wo das Gras kurz gehalten wird. Offene Erde gibt es in meinem Garten nicht, so schleppe ich auch keinen Dreck ins Haus. Über die schönen Wiesenblumen freue ich mich mit den vielen Schmetterlingen zusammen. Über die vielen Schmetterlinge freuen sich auch die Vögel, weil sie nicht nur hübsch aussehen sondern auch gut schmecken. An den beiden Bächen habe ich Sitzecken eingerichtet. Die eine im Schatten eines Obstbaums, die andere am Haus wo bis zum Untergang die Sonne scheint. Danach wird die Wärme von der Hauswand abgestrahlt und man kann lange sitzen. Der Bach murmelt, die Kröten und Frösche quaken mehr oder weniger laut, die Vögel zwitschern, die Fledermäuse fliegen einen (fast) um den Kopf und hin und wieder rülpst ein Nachbar . Im Juni/Juli fliegen die Glühwürmchen über der Wiese und in den Büschen. An der Hauswand hinter der Sitzecke wächst Wein und eine Kiwi. Im Weinstock nistet oft eine Amsel, welche dann auch im Herbst den Wein erntet. Hinter der Bank rennen Spitzmäuse hin und her und fiepen. Sie freuen sich über die reichlich vorhandenen Insekten oder leeren genau wie der regelmäßig erscheinende Igel den Freßnapf meines Dackels.

Mein Hobby aus der Kinderzeit ist das Fotografieren. Das eigene Fotolabor habe ich schon lange nicht mehr. Als die Digitalkameras eine Qualität erreichten die meinen Ansprüchen genügten, stieg ich auf die digitale Fotografie um. Mit Computern arbeite ich schon seit 1986. Ein großer Teil meiner Naturfotos sind im eigenen Garten entstanden.

 

 

So schützt sich der Nachbar, vor einfliegenden Grassamen, im Sommer wie im Winter,

daß der Zaun unter der Plane verfault ist nicht so wichtig. Wie er sich vor den "Unkrautsamen" der über viele Kilometer von Wiesen und Feldern durch den Wind hierher getragen wird und den vor dem Sand aus der Sahara schützt, weiß ich nicht.
Allerdings schützt mich die Plane auch nicht vor dem Gestank, wenn der Nachbar bei drückender Sonne im Garten seinen Hausmüll verbrennt und damit die ganze Gegend verpestet. Auch schützt mich die Plane nicht vor den im Frühjahr von seinen Fichten abgegebenen Pollenstaub und den im Spätsommer fliegenden Birkensamen, welche meine Gartenmöbel und Blumen verschmutzen.


Die Abwehrmaßnahmen wurden nochmals verstärkt!
 

 

 

Falls Sie Interesse am Thema Naturgarten haben, kann ich folgende Literatur empfehlen:

 

Naturgärten

J. Korz

Blumenwiesen

Witt/Dittrich

Der Biogarten

M.-L. Kreuter

Naturoase Wildgarten

R. Witt

Wildpflanzen f. jeden Garten

R. Witt

Neue Gartenteich-Praxis

K.-H. Wieser

Sommerblumen in Wort und Bild.

A. Hielscher

Pflanzengemeinschaften und ihre Umwelt

Slobodda

Mein Garten - ein Vogelparadies

Mezzatesta

Steingartenpflanzen

Jakabova

Gartenteich-Atlas  

Mergus

Der Naturgarten

Stivenson

Kraut und Rüben

monatliche Gartenzeitung    Witt

 

Nun viel Spaß beim Betrachten meiner Gartenfotos.
Die Tierbilder sind ein Teil der Tierfotoseite.

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